Unternehmensbeteiligung
 
Unternehmensbeteiligung
Deutscher Markt für Unternehmensbeteiligungen
Unternehmensbeteiligung Private Equity 
 

Unter Unternehmensbeteiligung oder angelsächsisch Private Equity versteht man die Beteiligung an dem Eigenkapital ("Equity") eines nicht börsennotierten Unternehmens ("Private", im Gegensatz zu "Public", also börsennotierte Gesellschaft). Anders als bei traditionellen Formen der Finanzierung, z. B. Kredite oder stille Beteiligungen, handelt es sich bei einer Unternehmensbeteiligung/Private Equity um eine direkte Beteiligung an dem Eigenkapital des Unternehmens. Hintergrund und/oder Motiv einer solchen Eigenkapitalfinanzierung kann typischerweise der mit dem Management gemeinsam durchgeführte Erwerb eines Unternehmens im Zuge einer Nachfolgeregelung oder eines Konzern-Spin-offs sowie eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung weiteren Wachstums oder notwendiger Investitionen sein. Einer der wesentlichen Vorteile ist – im Gegensatz zu dem Verkauf z. B. an einen Wettbewerber – die Wahrung der Unabhängigkeit des Unternehmens. Ziel einer Unternehmensbeteiligung ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes, an dem ein Beteiligungs-Geber partnerschaftlich mit den übrigen Gesellschaftern partizipiert.

Beteiligungsstrategie
Zur Erreichung der gemeinsamen Ziele unterstützen viele Unternehmensbeteiligungen-Fonds die Unternehmen, an denen sie sich beteiligen, strategisch bei der Umsetzung der mittelfristigen Unternehmensziele, jedoch ohne direkt in das operative Tagesgeschäft einzugreifen. In der Regel versuchen die Unternehmensbeteiligungen-Fonds, gemeinsam mit ihren Partnern, den gesteigerten Unternehmenswert innerhalb einer Spanne von 5 bis 10 Jahren zu realisieren; beispielsweise durch die Veräußerung des Unternehmens an einen strategischen Investor, eine Fusion oder einen Börsengang. Auch der Erwerb des Unternehmens durch das Management kann eine interessante Alternative sein. In den meisten Fällen ist ein Unternehmensbeteiligungen-Fonds also ein "Partner auf Zeit".

Differenzierung
In den letzten Jahren hat sich die Differenzierung des angelsächsischen Begriffs "Private Equity" in die Bereiche "Venture Capital" und "Buy-out" durchgesetzt. Unter Venture Capital versteht man nach dieser Definition die Beteiligung an jungen und in der Regel technologieorientierten Unternehmen, während die Beteiligung an etablierten Unternehmen, die vorzugsweise im Wege eines Management Buy-out erworben wurden, nunmehr als "Buy-out" oder Private Equity (i.e.S.) klassifiziert werden.


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