Dieses Video entstand bei GREIF VELOX in Lübeck, einem BPE-Portfoliounternehmen, welches im Rahmen eines MBO im Jahre 2018 erworben wurde.

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Branchen

Grundsätzlich beteiligt sich BPE an Unternehmen sämtlicher Branchen. Aufgrund der Erfahrung der vergangenen 20 Jahre, der Industriestruktur im deutschen Mittelstand und der erwarteten Wachstumspotenziale wurden drei weit gefasste Segmente definiert, auf die sich BPE fokussiert.

Dies sind neben den (1) klassischen deutschen Industrien mit z.T. jahrhundertealter Tradition diejenigen Märkte, bei denen (2) aufgrund veränderter Lebensverhältnisse und verändertem Konsumentenverhalten überdurchschnittliche Wachstumspotenziale erwartet werden.

Ergänzend können dies (3) Produkte oder Dienstleistungen sein, die Prozesse rationalisieren (Software, IT, IoT) oder eher klassische, etablierte Industrien, denen sich Chancen durch (teils disruptive) Transformationsphasen oder schlichtweg allgemeine Internationalisierungs- und/oder Globalisierungstrends eröffnen.

Im Fokus

1. Deutsche Kernkompetenzen

BPE fokussiert sich auf etablierte, profitable Unternehmen mit eingeführten Produkten in stabilen Märkten mit guten Wachstumsaussichten. Aufgrund des durch diverse Megatrends sich ständig verändernden, globalen wirtschaftlichen Umfeldes setzt BPE – wie auch insgesamt der deutsche Mittelstand – auf Branchen, in denen deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerbsumfeld komparative Vorteile bzw. Alleinstellungsmerkmale haben.

Diese typischen deutschen Kernkompetenzen liegen klassischerweise in Know-how- und technologiegetriebenen Unternehmen sowie innovationsbasierten Industrien mit starkem Fokus auf Forschung und Entwicklung. Das begünstigt z.B. Branchen wie den Maschinen- und Anlagenbau bzw. Chemie und Materialien oder die Mess- und Regeltechnik. Aber auch die deutsche Kernkompetenz des „Management von Komplexität“ ist von Bedeutung und lenkt den Fokus auf die Erbringung komplexer und vielfach industriell geprägter Dienstleistungen.

Beispiele aus dem BPE-Portfolio

2. Volkswirtschaftlich induzierte Wachstumsmärkte

Globale Megatrends eröffnen erhebliche Chancen für deutsche mittelständische Unternehmen. Die Entstehung einer multipolaren Welt eröffnet neue Märkte und Export- bzw. Globalisierungschancen. Schon wird nach den sogenannten „BRIC-Staaten“ der Begriff der „Next 11“ mit (Schwellen-)Ländern wie Süd-Korea, Mexiko und Türkei geprägt (siehe Globalisierungschancen).

Ein weiterer wichtiger Megatrend ist der demographische Wandel. So treiben das globale Bevölkerungswachstum und die zunehmende Knappheit der Ressourcen die Nachfrage nach „nachhaltigen“ Produkten und Dienstleistungen und begünstigen bzw. induzieren Wachstumsbranchen wie bspw. Umwelttechnik und Technologie rund um die Themen „Regenerative Energien“ und „E-Mobility“.

In reiferen Industrien sind deutsche „Effizienz“- und „Effektivitäts“-Innovationen weiterhin gefragt, wenn es um steigende Energie- und Rohstoffpreise geht.

Rationalisierungspotenziale und Prozessoptimierungen durch Digitalisierung sind die Herausforderungen für den deutschen Mittelstand oder vielmehr die gesamte deutsche Industrie, die den Unternehmen, die diese annehmen, überdurchschnittliche Wachstumschancen eröffnen werden.

Auf der anderen Seite begünstigen die in Deutschland und anderen Industrienationen vorherrschende Alterung der Gesellschaft sowie ein Pro-Kopf-Einkommen auf hohem Niveau den Bereich der Medizintechnik, den Health-Care Sektor sowie die Bereiche, die auf Lebensqualität, Bildung und Freizeitgestaltung abzielen.

Beispiele aus dem BPE-Portfolio

3. Globalisierungschancen

Außenhandelsbeziehungen haben eine herausragende Bedeutung für die deutsche Wirtschaft. Die mit dem Begriff der Globalisierung beschriebene internationale Verflechtung der Produktionsketten hat auch für deutsche mittelständische Unternehmen erhebliche Wachstumspotenziale ermöglicht. Unternehmen mit einer konsequenten Strategie der Internationalisierung profitieren doppelt durch Erschließung neuer Märkte (Exportorientierung) als auch durch Nutzen komparativer Kostenvorteile durch (teilweise) Verlagerung der Wertschöpfung in weniger lohnintensive Länder.

Die Stärke Deutschlands als innovativer Produktionsstandort könnte eine Renaissance erleben, wenn die Herausforderungen der digitalen Prozesstransformationen zur Effizienzsteigerung derartig genutzt werden, dass etwaige komparative Kostennachteile durch angemessene Anforderungen an Arbeitsbedingungen und Umweltschutz kompensiert werden.

Jedoch haben kleine und mittlere Unternehmen in dieser Hinsicht noch Nachholbedarf bzw. Verbesserungspotenzial. Eine Studie der Universität Göttingen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM), Bonn, hat gezeigt, dass (1) der deutsche Mittelstand bereits in hohem Maße und zunehmend im Ausland aktiv ist, (2) sich das Auslandsengagement (statistisch signifikant) positiv auf Beschäftigung, Umsatzwachstum sowie Ertragslage auswirkt, (3) allerdings kleinere, mittelständische Unternehmen (noch) einen wesentlich höheren Anteil der Wertschöpfung im Inland erbringen als Großunternehmen.

Zusätzlich gibt es erheblichen Nachholbedarf im Bereich der Digitalisierung bei Management-, Verwaltungs- und Produktionsprozessen.

Beispiele aus dem BPE-Portfolio